Thomas Malorny: Wirklichkeitsperforation

Hacken, faken, stören, Risse finden und erweitern, Selbstprovokation, dekonstruierende Systemstörung oder maskiert mitschwimmen und aus der Tiefe mit Steinen werfen? Künstlerisch performatives Handeln kann Alternativloses ins Wanken bringen, Manifestes verunsichern und Möglichkeits-Raum schaffen. Doch wie wird Kunst zur konstruktiven Unsicherheitserzeugungsmaschine, die derartige Räume in die Wirklichkeit schlägt und die Zukunft zurückerobert? Oder verliert sie in der Verwicklung mit der Wirklichkeit ihre Kraft diese zu perforieren?

Thomas Malorny hat Theater, Germanistik, Psychologie und Zukunftsforschung in Braunschweig und Berlin studiert und arbeitet als freier Theatermacher und Mitarbeiter an der HBK Braunschweig, wo er an einer Dissertation auf der Schnittfläche zwischen künstlerischer Forschung und Zukunftsgestaltung arbeitet.