Marco Clausen: Die Stadt kompostieren

BETRIEBSSYSTEME/RESSOURCEN TALKS

Kann mensch Gutes tun in der neoliberalen Stadt? Sind die Weltverbesserer von heute nicht am Ende doch nur die Gentrifizierer von morgen? Was kann es angesichts der „globalen Herausforderungen“ schon bringen, im Kleinen, zwischen Beton und Profitmaximierung, eine Utopie zu pflanzen? Und ist das nicht nur so ein Mittelstandsding?

In diesem Vortrag berichtet Marco Clausen von Lektionen aus 10 Jahren Prinzessinnengarten Kreuzberg und führt aus, warum uns in Zeiten der Klimakatastrophe und des Massensterbens dennoch gar nichts anderes übrig bleibt, als schon einmal unseren Garten zu bestellen.

Marco Clausen hat 2009 den „Prinzessinnengarten“ und 2015 die „Nachbarschaftsakademie“ mitbegründet. Clausen organisiert Veranstaltungen und Workshops, internationale Besuchsprogramme, Studien- und Forschungsprojekte zu den Themen Recht auf Stadt, Stadt-Landbeziehungen, Ernährungssouveränität, sozial und ökologisch zukunftsfähige Stadtentwicklung, Gemeingüter und sozial-ökologische Transformation. Sein besonderes Augenmerk liegt auf selbstorganisierten Formen kollektiven Lernens. 2012 hat Clausen die von 30.147 Menschen unterstützte Kampagne „Wachsen lassen!“ initiiert, mit der die geplante Privatisierung des Prinzessinnengarten verhindert werden konnte und setzt sich derzeit mit der Initiative Prinzessinnengarten Kreuzberg für einen Erhalt des Freiraums am Moritzplatz für die nächsten 99 Jahre ein. 2018 hat er zusammen mit Kerstin Meyer den Vorschlag für einen „Dauergartenvertrag für Berlin“ formuliert und in diesem Jahr ist er Teil der Arbeitsgruppe, die das Ausstellungs- und Bildungsprojekt „Licht Luft Scheisse. Perspektiven auf Ökologie und Moderne“ umsetzt.

Mittwoch, 13.11.19, ab 18:30 Uhr
Gebäude 18, Zeichensaal, HBK Braunschweig

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