Klara Helene Stumpf: Wirtschaftliche Transformationen und die Gemeinwohl-Ökonomie

Mit der Externalisierung negativer Folgen, etwa auf Kosten anderer Regionen, der Natur oder benachteiligter Gruppen, produziert das gegenwärtige kapitalistische Wirtschaftssystem systematisch Risiken und Unsicherheiten und bedroht vielfach seine eigenen Grundlagen. Die Bewegung der Gemeinwohl-Ökonomie möchte durch politische Rahmensetzung und Gemeinwohl-Bilanzierung ein Wirtschaftsmodell etablieren, in dem Gewinn nur noch ein Mittel zur Erhöhung des Gemeinwohls ist. Der Beitrag beleuchtet die transformativen Potentiale gemeinwohlorientierten Wirtschaftens.

Klara Helene Stumpf ist Projektkoordinatorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt GIVUN (Gemeinwohl-Ökonomie im Vergleich Unternehmerischer Nachhaltigkeitsstrategien) am Norbert Elias Center for Transformation Design & Research (NEC) der Europa-Universität Flensburg. Zuvor arbeitete sie an der Leuphana Universität Lüneburg, wo sie auch im Bereich der Nachhaltigkeitsökonomik und -ethik promovierte.