Adrienne Goehler – Ästhetik der Nachhaltigkeit

„Wir brauchen nicht Moral und Verzicht, sondern Lust und Leidenschaft“ meint Adrienne Goehler, Kuratorin der Ausstellung „Zur Nachhaltigkeit empfohlen! Expeditionen in Ästhetik und Nachhaltigkeit.“

Einblicke in diese Ausstellung, die ihre 16. Station zuletzt in Valparaíso, Chile, machte, gab uns Adrienne Goehler im Rahmen unserer abendlichen Dienstags-Veranstaltung, am 28.11.2017, in einem öffentlichen Vortrag. So erhielten wir vielfältige Impulse, die zur Erhaltung des Planeten beitragen und Einfluss auf bewusstes Konsumverhalten nehmen möchten.

Zur Person: Adrienne Goehler ist ehemalige Präsidentin der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Sie war Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Berlin und Kuratorin des Hauptstadtkulturfonds. Sie lebt und arbeitet als Autorin und Kuratorin in Berlin. Mit der Ausstellung und dem Konzept für einen „Fonds Ästhetik und Nachhaltigkeit“ plädiert sie für die kulturelle und ästhetische Dimension der Nachhaltigkeit.

Besonders beeindruckend fanden wir beispielsweise „Cubus Niger – Inkarnation“ von Michael Saup – ein riesiger Kubus aus in Kohlebriketts konvertierten Pixel. Dieser entspricht der Menge an Braunkohle zur Erzeugung der Energie, die es zum millionenfachen Klicken des Trailers von „Avatar“ bedarf. Ein ziemlich treffendes Beispiel dafür, dass durch das Zusammenwirken von Wissenschaften und Künsten eine Wahrnehmungserweiterung entstehen kann, die der Nachhaltigkeitsdiskurs laut Goehler unbedingt braucht. Unter die Künste beziehungsweise in diesem Kontext gleichwertig fasst Adrienne Goehler auch das Design. Das dürfte auch uns als angehende Tranformationsdesigner*innen nochmal darin bestärken, Grenzen zwischen künstlerischer, designerischer und technischer Kreativität, zwischen Machbarkeit und Idee aufzuheben.

Vielen Dank an Adrienne Goehler für diesen spannenden Abend und die Möglichkeit, den Vortrag auf Vimeo zu zeigen.

Ein Beitrag von Raphaela Küper

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

zwei × 1 =